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Schuldscheinmarkt digitaler und internationaler

Veröffentlicht von Tobias Müssig am 11.07.2019 14:50:38
Tobias Müssig

Nach einem relativ niedrigen Emissionsvolumen im 1. Quartal 2019 hat der Schuldscheinmarkt im 2. Quartal deutlich zugelegt. Damit liegt das Emissionsvolumen mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahr und erreicht beinahe den starken Wert des 1. Halbjahres 2017. Fast jede zweite Emission wurde bereits digital begleitet.

Der Schuldscheinmarkt hat eine große Aufholjagd hingelegt. Hohe Volumina und eine große Anzahl von Transaktionen im 4. Quartal 2018 hatten noch zu einem niedrigen Emissionsvolumen zu Jahresbeginn (Q1/2019: EUR 3,2 Mrd. Emissionsvolumen) geführt. Doch davon ist bei den Halbjahreszahlen nichts mehr zu sehen. 88 Emittenten drängten in der ersten Jahreshälfte mit Schuldscheinen an den Markt, darunter zahlreiche Großunternehmen. Lufthansa (Emissionsvolumen EUR 800 Mio.), Barry Callebaut (EUR 600 Mio.), Dürr (EUR 500 Mio.), Iliad (EUR 500 Mio.), Reliance Industries (EUR 405 Mio.) und Prinzhorn (EUR 400 Mio.) führten dabei das Feld an. Nach finpair Informationen betrug das gesamte Emissionsvolumen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres EUR 15,2 Mrd. Im Vorjahr waren es nur EUR 7,4 Mrd. gewesen.

Text Schuldscheinmarkt

Drei Trends zeigten sich dabei besonders deutlich:

  1. Die Anzahl der internationalen Transaktionen hat deutlich zugenommen: 45 von 88 Transaktionen haben außerhalb Deutschlands stattgefunden.

  2. Digitale Emissionen sind nicht mehr wegzudenken. Nachdem in H2/2018 nur wenige Transaktionen digital begleitet worden sind, waren es in Q1/2019 schon knapp ein Drittel. In H1/2019 sind es nun inzwischen 41 der 88 Emissionen gewesen, die eine Plattform wie finpair nutzten – also knapp jede zweite. Ein Ende dieser Entwicklung ist offenbar nicht abzusehen.

  3. Der Markt wird weiter vom Niedrigzinsumfeld dominiert – auch hier ist ein Ende nicht in Sicht. Im Gegenteil wurden neue absolute Tiefstände der Referenzzinssätze MidSwap und 6-Monats-Euribor in der ersten Jahreshälfte erreicht. Das Spreadlevel lag in einer Bandbreite zwischen 45 Basispunkten und 350 Basispunkten.

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Themen: Marktüberblick, Schuldschein

Schuldschein, Plattform, Digital

Ein Markt im Umbruch

Fast jede zweite Schuldscheinemission wurde im letzten Jahr über digitale Plattformen abgewickelt. Wir sind davon überzeugt, dass dies der Anfang einer Veränderung zu direkterer Kommunikation zwischen den Marktteilnehmern und datengetriebener digitaler Unterstützung im gesamten Prozess ist.

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